Familie Weber aus dem Landkreis Freising stand vor den Trümmern ihres Waldes. 5 Hektar Fichtenmonokultur waren dem Borkenkäfer und zwei Dürresommern zum Opfer gefallen. Wir begleiteten den Umbau zu einem klimastabilen Laubmischwald. Hier ist das Protokoll.

1. Die Ausgangslage
Die Fläche war stark verwüstet. Eine Naturverjüngung war aufgrund der starken Vergrasung kaum möglich. Der Boden war übersäuert, die Infrastruktur (Rückegassen) war seit 20 Jahren nicht gepflegt worden. Ökonomischer Wert zum Zeitpunkt der Übernahme: Nahe Null.
2. Der Maßnahmenplan
- Bodenbearbeitung: Streifenweises Mulchen zur Vorbereitung der Pflanzung.
- Pflanzung: Einbringung von 12.000 Pflanzen. Mix aus Eiche (70%), Hainbuche (20%) und Wildkirsche (10%).
- Schutz: Errichtung eines Wildschutzzaunes auf 1.200 Laufmetern.
Die Finanzierung
Dank des Förderprogramms "Klimaangepasstes Waldmanagement" konnten wir 90% der Pflanzkosten und 70% der Zaunkosten über staatliche Zuschüsse decken. Der Eigenanteil der Familie Weber lag bei unter 3.000€.
3. Das Ergebnis nach 2 Jahren
Die Anwuchsrate liegt bei 95%. Die Eichen haben bereits eine Höhe von 80cm erreicht. Durch die Einbringung der Kirsche wurde zudem der ökologische Wert (Bienenweide) massiv gesteigert. Der Wald ist heute nicht nur stabil, sondern – dank CO2-Zertifizierung – auch wieder eine Einnahmequelle.
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