

In den Köpfen vieler Waldbesitzer hält sich ein altes Bild hartnäckig: Man pflanzt einen Wald, wartet 80 bis 100 Jahre, und am Ende wird die gesamte Fläche auf einmal abgeholzt. Wir zeigen Ihnen, warum clevere Waldbesitzer heute nach Zentimetern ernten und nicht nach Alter.
In den Köpfen vieler Waldbesitzer hält sich ein altes Bild hartnäckig: Man pflanzt einen Wald, wartet 80 bis 100 Jahre, und am Ende wird die gesamte Fläche auf einmal abgeholzt (Kahlschlag). Man bekommt zwar einmalig eine große Summe Geld, steht danach aber vor einer teuren Kahlfläche, die man mühsam wieder aufforsten muss.
Dieses Modell (der Altersklassenwald) ist heute nicht nur ein massives wirtschaftliches Risiko, es wird auch von extremen Sommern und Stürmen gnadenlos abgestraft.
Wir bei Die Waldgrafen wirtschaften nach dem Dauerwald-Prinzip. Unser wichtigstes Werkzeug dabei, um regelmäßige Erträge zu sichern und gleichzeitig das Ökosystem zu schützen, ist die sogenannte Zielstärkennutzung.
Das Prinzip ist denkbar einfach, erfordert im Wald aber Präzision. Wir schauen nicht auf das Alter eines Baumes, sondern auf seine Dicke. Genauer gesagt: auf den Brusthöhendurchmesser (BHD), gemessen in 1,30 Metern Höhe.
Jede Baumart hat einen idealen Zieldurchmesser, bei dem sie ihren höchsten wirtschaftlichen Wert erreicht hat, bevor Krankheiten (wie innere Fäulnis) das Holz entwerten. Bei der Fichte oder der Weißtanne liegt dieser Punkt oft zwischen 50 und 60 Zentimetern.
Wir gehen mit der Kluppe (dem großen Messschieber der Förster) durch Ihren Wald. Hat ein Baum diese Zielstärke erreicht, wird er markiert und geerntet. Alle anderen Bäume bleiben stehen und wachsen weiter in die Dicke.
Es ist wie bei der Apfelernte: Sie fällen ja auch nicht den ganzen Baum, sondern pflücken nur die Äpfel, die reif sind.
Wer seinen Wald stammweise nach Zentimetern erntet, genießt wirtschaftliche und praktische Vorteile, die beim klassischen Kahlschlag völlig verloren gehen:
Sie müssen nicht Jahrzehnte auf den „Tag X" warten. Im Dauerwald reifen permanent Bäume in die Zielstärke hinein. Sie können alle paar Jahre gezielt dicke Stämme ernten und verkaufen. Sie holen exakt den maximalen Holzpreis vom Stamm, während der Rest der Fläche unangetastet weiter als Sparkonto fungiert.
Der teuerste Posten in der Forstwirtschaft ist das Neupflanzen. Bei der Zielstärkennutzung sparen Sie sich dieses Geld komplett. Wenn ein mächtiger Altbaum gefällt wird, entsteht im Kronendach eine kleine Lichtlücke. Die jungen Bäume, die im Schatten bereits in den Startlöchern stehen, bekommen jetzt Licht und schießen nach oben. Ihr Wald verjüngt sich von ganz allein.
Räumt man eine Fläche komplett ab, knallt die Sonne ungebremst auf den Waldboden. Der Boden trocknet aus, wertvoller Humus verbrennt, und Brombeeren überwuchern alles. Bei der Entnahme von einzelnen Zielbäumen bleibt das schützende, mehrstöckige Blätterdach erhalten. Sonne und Hitze auf dem Waldboden werden minimiert. Die Feuchtigkeit bleibt genau dort, wo die Bäume sie brauchen.
Ein professioneller Holzeinschlag nach Zielstärken ist Millimeterarbeit. Erfordert aber keinen Mehraufwand für Sie, wenn das Management stimmt. So gehen wir auf Ihrer Fläche vor:
Verschenken Sie kein Potenzial und riskieren Sie keine Kahlflächen. Buchen Sie jetzt ein Erstgespräch für den professionellen Wald-Check. Wir messen Ihre Bäume auf und zeigen Ihnen, welches finanzielle Potenzial aktuell sicher aus Ihrem Wald geholt werden kann.
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In der Regel gilt bei der Fichte ein Brusthöhendurchmesser (BHD) von 40 bis 50 Zentimetern als idealer Erntezeitpunkt für wertvolles Stamm- und Bauholz.
Wenn ein reifer Baum entnommen wird, haben die benachbarten, mittelalten Bäume plötzlich mehr Platz für ihre Baumkrone und ihre Wurzeln. Dieser Platz wird direkt in massives Dickenwachstum umgesetzt.
Absolut. Gerade für kleine Privatwälder und Erbengemeinschaften ist dieses System perfekt. Es garantiert regelmäßige Einnahmen und Brennholz, ohne dass kleine Flächen durch Kahlschläge vernichtet werden und ihren Wert als Erholungsraum verlieren.

Inhaber der Waldgrafen. Forstingenieurwesen an der HSWT. Spezialisiert auf Privatwaldbesitzer in Bayern und die waldbauliche Klimaanpassung.
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